ethik atelier
das atelier

In Kürze

Migration ist allgegenwärtig in unserer Politik und Gesellschaft. Neben Chancen bringt Migration aber auch hochaktuelle Herausforderungen für Demokratien und deren gesellschaftliche Grundwerte wie Freiheit, Gleichheit, Toleranz, Solidarität, Schutz der Gemeinschaft, Sicherheit und Sozialstaat. Das Ethik-Atelier zur Migration stellt eine einmalige Plattform dar, diese Herausforderungen fernab der politisch und medial aufgeheizten Debatte zu diskutieren. Eine Plattform für die Reflexion und Debatte migrationsethischer Fragen.

Als durch die Schweiz (Westschweiz, Deutschschweiz und Tessin) reisender Workshop gastiert das Ethik-Atelier zur Migration jeweils eine Woche in verschiedenen Städten der Schweiz. Dort empfängt es interessierte Personen und Organisationen zu einer knapp zweistündigen informativen und interaktiven Diskussionsrunde.

Acht Etappen enthält diese „Tour de Suisse“ der Ideen und Fragestellungen zur Migration. In jeder der Regionen richtet sich das Atelier an drei Zielpublikumsgruppen: Die zukünftigen BürgerInnen (Jugendliche in Ausbildung zwischen 16 und 18 Jahren), Gemeinschaften und Vereine von MigrantInnen und zivilgesellschaftliche Organisationen, die zum Thema Migration arbeiten, sowie lokale und regionale politische Parteien.

Das Atelier, als gemeinnütziges Projekt, soll in erster Linie eine Debatte und Reflexion über unsere gesellschaftlichen Werte stimulieren. Diese „gesellschaftliche Ethik“ hat keine politische Färbung und will keine „richtige“ ethische Lösung finden, vielmehr möchte sie eine Plattform erschaffen, die offen für alle Wertevorstellungen ist. Das Projekt wird von der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen, der Lotterie Romande und zahlreichen Stiftungen unterstützt.


Organisiert wird das Projekt vom Verein „Ethique et Cité“, einem Verein, der sich seit 2014 in uneigennütziger Form für die Förderung der angewandten Ethik in der Gesellschaft und die Bereitstellung von Ressourcen zum Verständnis der Herausforderungen unserer Epoche einsetzt.


Teilnahme am Atelier

Die Teilnahme am Atelier ist kostenlos und dauert ca. zwei Stunden.

Der Besuch des Ateliers ist als Teilnahme an einer Reihe von Mini-Debatten zu den zentralen Fragen der Einwanderung in der Schweiz konzipiert. Diese Mini-Debatten finden unter der Moderation eines professionellen Philosophen und in einer „Agora“ statt, die den Ort der Debatte symbolisieren soll und speziell für das Atelier entworfen wurde. Jede/r Teilnehmende wird sich in einer ethischen Diskussion wiederfinden, die sich um die offenen Fragen und Herausforderungen zum Thema Einwanderung und um unsere gesellschaftlichen Werte dreht. Für eine Teilnehme am Atelier werden keine Vorkenntnisse im Bereich der Ethik oder des Themas Migration benötigt.
Die Teilnahme am Atelier ist kostenlos und dauert ca. zwei Stunden.


Thematik

Das Atelier behandelt vier Themen aus der aktuellen Migrationsrealität.

  • Asyl und Flüchtlingsstatus

Wer soll als Flüchtling anerkannt werden? Wo beginnt und wo endet die Verantwortung der Schweiz als Staat und als Gesellschaft?

  • Familiennachzug

Die Familie hat einen hohen Wert in der Schweiz und für ihre Einwohner. Wie sollen wir mit diesem Wert in Migrationsfragen umgehen?

  • „Arbeits“-Migration

Die Einwanderung aus wirtschaftlichen Gründen ist ein aktuell sehr viel diskutiertes Thema, dessen ethische Dimensionen allerdings noch lange nicht geklärt sind. Wie sollen wir mit der „gewählten“ Einwanderung umgehen? Kann die Schweiz in dieser Hinsicht beliebig auswählen?

  • Zusammenleben

Nach welchen Prinzipien sollte unsere äusserst vielfältige Gesellschaft aufgebaut sein? Wie soll ein Zusammenleben organisiert sein? Was darf man von den Mitgliedern verlangen?


Ziele

Das Ethik-Atelier zur Migration verfolgt drei zentrale Ziele.

Zum Einen soll es eine neue Plattform darstellen, auf welcher Reflexionen zur und Debatten über die ethische Dimension unserer Entscheidungen in Migrationsfragen entstehen können. Diese Plattform ist regional verankert jedoch von nationaler Spannweite. Des Weiteren soll das Projekt neue Möglichkeiten der politischen und gesellschaftlichen Partizipation zu migrationspolitischen Fragen ermöglichen. In diesem Sinne stützt sich das Projekt auf das Konzept der „Citoyenneté“ der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen. Ausserdem sollen die Resultate der wissenschaftlichen Recherchen der angewandten Ethik der Öffentlichkeit und den politischen Entscheidungsträgern zugänglich gemacht werden, womit der Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit gefördert werden kann.